Zuletzt aktualisiert am: 04/8/26
Das Wichtigste in Kürze
- Perplexity hat sich von 2024 bis 2026 vom kleinen Recherche-Tool zur Plattform mit eigenem Browser, Milliardenbewertung und Millionen Nutzern entwickelt
- Google zieht mit den AI Overviews nach und übernimmt Perplexitys ursprüngliches Prinzip, eine fertige Antwort statt einer Linkliste
- Im direkten Vergleich hat jedes System eigene Stärken, je nach Kriterium und Situation liegt mal Google, mal Perplexity vorn
- Für deine Sichtbarkeit als Unternehmen zählt heute nicht mehr nur Google, sondern auch KI-Systeme wie Perplexity
So dachte ich 2024 über Perplexity
Im Juli 2024 nannte ich Perplexity in meinem ersten Artikel „meinen neuen KI-Partner“. Ich schrieb Sätze wie „Aha-Momente garantiert“ und mein Fazit damals lautete: „Perplexity AI ist ein beeindruckendes Tool, das mein Leben einfacher und meine Lernerfahrungen viel angenehmer gemacht hat. Es ist noch nicht perfekt, aber es hat großes Potenzial. Ich nutze es gerne und bin gespannt, wie es sich weiterentwickeln wird.“
Das war Begeisterung pur! Ob das heute noch so ist, sage ich dir später.
Perplexity hat sich entwickelt
Seitdem ist aus dem kleinen Recherche-Tool eine Plattform mit eigenem Browser, Comet, geworden. Der ist inzwischen weltweit kostenlos nutzbar und seit Februar 2026 komplett werbefrei. Zwei Zahlen zeigen, dass Perplexity kein vorübergehender Hype ist, sondern ein Player, der gekommen ist um zu bleiben:
| Zahl | Was das bedeutet | Quelle |
|---|---|---|
| Bewertung stieg von rund 1 Milliarde Dollar (April 2024) auf etwa 22,6 Milliarden Dollar (2026) | Der Unternehmenswert hat sich seit meinem ersten Test mehr als verzwanzigfacht | gradually.ai, 2026 |
| Nutzerzahl wuchs von 2 Millionen (Anfang 2023) auf 34 Millionen monatlich aktive Nutzer (März 2026) | Aus dem Geheimtipp ist ein Massenprodukt geworden | gradually.ai, 2026 |
Diese Zahlen erklären auch, warum Perplexity sich inzwischen etwas zutraut, das mich beim ersten Lesen sehr beeindruckt hat. Im August 2025 bot das Unternehmen 34,5 Milliarden Dollar für Googles Chrome-Browser, für den Fall, dass ein US-Gericht Google zum Verkauf zwingt. Im September 2025 hat das Gericht entschieden: Google muss Chrome nicht verkaufen. Aus dem Gebot wurde nichts, aber aus dem kleinen Recherche-Tool von 2022 ist ein Unternehmen geworden, das sich zutraut, nach dem größten Browser der Welt zu greifen.
Google zieht nach
Die Entwicklung ist natürlich nicht spurlos an Google vorbeigegangen. Google hat nachgezogen und mit den AI Overviews genau die Funktion eingeführt, für die ich Perplexity 2024 gefeiert habe: eine fertige Antwort statt einer Liste aus Links. Google zeigt seit März 2025 auch im DACH-Raum KI-generierte Zusammenfassungen direkt über den klassischen Suchergebnissen.
Damit stellt sich die Frage, welche der beiden Suchmaschinen heute besser sucht, neu.
Google und Perplexity im Vergleich
| Kriterium | Google (mit AI Overviews) | Perplexity |
|---|---|---|
| Antwort-Stil | Kompakte KI-Zusammenfassung oberhalb der klassischen Ergebnisse, im Schnitt rund 997 Zeichen lang (ki-trainingszentrum.com) | Ausführlicher Bericht, aufgebaut wie ein strukturierter Fachartikel, im Schnitt rund 1.310 Zeichen lang (ki-trainingszentrum.com) |
| Quellen-Transparenz | Quellen oft hinter Textblöcken oder in ausklappbaren Karten versteckt | Jede Aussage mit anklickbarer Fußnote direkt an der Textstelle belegt |
| Werbung | Zeigt unterhalb der AI Overviews zuerst die bezahlten Anzeigen, erst danach die normalen Suchergebnisse | Seit Februar 2026 komplett werbefrei (trendingtopics.eu) |
| Kosten | Kostenlos, Teil der normalen Google-Suche | Kostenlos mit Limit, Pro-Version ab rund 16,70 € im Monat |
| Regionale Suche | Stark bei lokalen Treffern wie Geschäften, Öffnungszeiten oder Produkten in der Nähe | Bei Alltagsdingen in der Nähe oder einer bekannten Website ist der Umweg über eine KI oft weniger direkt |
So suche ich heute
Diese Entwicklung zeigt: Die Welt der Suchmaschinen und der KI hat sich seit 2024 enorm verändert. Und damit auch mein Suchverhalten. Perplexity ist ein fester Bestandteil meiner geschäftlichen Recherche und der privaten Suche geblieben. Aber eben nicht in jeder Situation das Tool meiner Wahl.
Am Schreibtisch: Google zuerst, Perplexity zur Kontrolle
Unterwegs: Perplexity vor Google
Auf dem Handy nutze ich fast ausschließlich Perplexity. Die Antworten sind gut aufbereitet, die mobile Oberfläche liegt mir mehr, und ich muss mich auf dem kleinen Display nicht durch Werbung scrollen. Ein Beispiel: Ich mache häufiger kurze Städtereisen. Hier nutze ich Perplexity als Tourenplaner und mobilen Reiseführer. Ich gebe die Stadt ein, mein Hotel, die Zeit und die Präferenzen, die ich für einen Rundgang habe. Perplexity liefert mir einen detaillierten Routenplan mit Zeiten und interaktiven Links zu Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Shoppingmöglichkeiten.
In der Nähe suchen: Google gewinnt
Bei der Suche nach Geschäften, Restaurants oder Handwerkern in meiner Umgebung gewinnen für mich weiterhin Google und Google Maps, dank lokaler Sichtbarkeit und Google Unternehmensprofilen. Wann Perplexity hier nachzieht, wird sich zeigen.
Websites haben trotzdem eine Zukunft – wenn sie bereit sind für Suchmaschinen und KI
Wie oft ich persönlich bei Google oder Perplexity suche, sagt gar nichts darüber aus, wie deine Kunden suchen. Es zeigt aber: Die klassische Google-Suche ist nicht der einzige Weg. Und noch eins: Seit KI bei der Suche mitspielt, enden immer mehr Suchen ohne Klick auf eine Website, in rund 83 von 100 Fällen, wenn eine KI-Zusammenfassung erscheint. Das gilt für Googles AI Overviews genauso wie für Perplexity.
Zwei Bausteine sind nötig
Egal wie groß oder klein dein Unternehmen ist, wie regional oder überregional es agiert: Damit es heute bei einer Suche im Internet gefunden wird, braucht deine Website zweierlei:
- nach wie vor saubere Suchmaschinenoptimierung (SEO) für eine gute Platzierung bei Google
- zusätzlich eine KI-Suchmaschinenoptimierung (GEO). Damit können KI-Systeme deine Website überhaupt lesen und deine Inhalte verstehen. Nur so hast du die Chance, dass eine KI dich zitiert, als Quelle nennt oder empfiehlt, wenn jemand nach genau dem sucht, was du anbietest.
Häufige Fragen zu Google und Perplexity
Ersetzt Perplexity irgendwann Google?
Danach sieht es aktuell nicht aus. Beide Systeme entwickeln sich eher aufeinander zu: Google übernimmt mit den AI Overviews Perplexitys Zusammenfassungsprinzip, Perplexity baut mit dem eigenen Browser Comet gleichzeitig an einer klassischen Google-Funktion.
Was sind AI Overviews bei Google genau?
Muss ich meine Website für Google und Perplexity unterschiedlich optimieren?
SEO (Search Engine Optimization) optimiert Websites für klassische Suchmaschinenlisten wie Google, um Klicks auf die Website zu erzeugen. GEO (Generative Engine Optimization) optimiert Inhalte für KI-Systeme wie Perplexity, ChatGPT oder Google AI Overviews, damit die Marke direkt in KI-Antworten zitiert oder empfohlen wird. SEO ist eine Voraussetzung für GEO. Wie du konkret vorgehst, damit dich auch Perplexity findet, steht in „Bei google ganz oben aber ChatGPT nennt deine Firma nicht„.
Was kostet Perplexity im Vergleich zu Google?
Google ist wie gewohnt kostenlos, die AI Overviews sind Teil der normalen Suche. Perplexity ist im Grundangebot ebenfalls kostenlos, aber mit Nutzungslimit. Für die unbegrenzte Pro-Version zahlst du aktuell, Stand August 2026, ab 20 USD im Monat.



